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Life starts at 6a(+)

blockfabrikSeit ein paar Jahren bin ich begeisterte Boulderin. Es gab Phasen wo ich 3x die Woche trainierte, dann wieder lange Zeit gar nicht. Das Problem das sich daraus ergibt ist, dass man quasi jedes Mal wieder bei Null anfängt. Die Muskeln bauen sich irrsinnig schnell ab und was bleibt ist lediglich das Know-How der Technik. Jedes Mal wenn ich neu anfing war es eine riesige Überwindung. In Arco dem Klettermekka in Italien gibt es ein T-Shirt mit der Aufschrift „Life Starts at 6a(+)“ was so viel bedeuted wie alles davor bzw. unter diesem Schwierigkeitsgrad ist Kinderkram. Wie kommt man nun aber überhaupt bis zu diesem Schwierigkeitsgrad? Hier ein kleiner persönlicher Guide, wie ich es hoffentlich bald schaffen werde (derzeit schaffe ich 6a).

Überblick

Bouldern ist eine Sportart bei der man meist Indoor, ohne Seil und in Absprunghöhe klettert. Die Vorteile gegenüber dem Seilklettern sind:

  • Kein Equipment (außer Schuhe) notwendig
  • Wetter- und Jahreszeitunabhängig
  • Kein Stress mit der Höhe
  • Kein Kletterpartner zum Sichern notwendig

schuheDas richtige Schuhwerk

Die wichtigste Ausrüstung beim Bouldern sind die Kletterschuhe. Hier solltest du dich von Experten im Geschäft beraten lassen, denn jeder Fuß ist anders und benötigt einen speziellen Schuh. Spare hier auf keinen Fall und kaufe dir möglichst früh eigene, für Anfänger geeignete Schuhe. Prinzipiell kann man sagen, dass der Schuh schön eng anliegen soll, am Anfang aber nicht super eng sein darf, da das Klettern mit schmerzenden Füßen keinen Spaß macht und man so sonst schnell die Laune daran verliert. Ein Klettverschluss ist den Schnürbändern vorzuziehen, da man zwischen den Routen schneller rein- und rausschlüpfen kann.

Die geeignete Boulderhalle

Bei der Wahl der Boulderhalle spielt dein eigener Standort eine große Rolle. Bist du bereit für die geilste Halle 2-3x in der Woche quer durch die Stadt zu fahren? Oder macht die Halle bei dir ums Eck mehr Sinn, obwohl sie nicht so gut ausgestattet ist?

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Die Blockfabrik, im 5. Bezirk ist mein Favorit. Pros: relativ neu, Routen werden oft umgesteckt, super freundliches Personal, hell, gut durchlüftet, schöner Aufwärmbereich, zentrale Lage

Aller Anfang ist schwer

Bei deinen ersten Besuchen solltest du mit Freunden mitgehen, die schon Erfahrung haben. Sie können dir am Anfang Tipps geben und du wirst sehr schnell besser werden. Hier meine Lieblingstricks für den Anfang:

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  • Gut Aufwärmen: Ich weiß Aufwärmen ist langweilig, aber es muss sein. Je länger du dich aufwärmst umso länger wirst du später auch klettern können. Außerdem verringerst du die Verletzungsgefahr dadurch enorm.
  • Langer Arm: Wenn du mit ausgestreckten Armen kletterst, sparst du dir viel Energie. Klettere von Anfang an achtsam, mit langen Armen.
  • Zuerst Steigen, dann greifen.
  • Schön steigen, Gewicht auf den Beinen: Gerade am Anfang macht man gerne den Fehler sich überall raufziehen zu wollen. Bleibe mit dem Gewicht auf den Beinen, diese haben mehr Kraft als deine Arme und versuche schön zu Steigen und beim ersten Versuch die Zehen gerade zur Wand zu platzieren.

Training, Training, Training

Mit der Zeit wirst du automatisch besser werden. Um Fortschritte zu machen solltest du mind. 2x in der Woche trainieren, gönne dir aber auch genügend Ruhetage dazwischen. Falls du noch Weihnachtsgeld über hast, empfehle ich dir an einem Boulderkurs zu teilzunehmen, wo dir die Klettertechnik genau erklärt wird. Weiters spielt auch eine gesunde Ernährung und dein Körpergewicht eine große Rolle, aber dazu schreibe ich in einem anderen Beitrag bald mehr!

 

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